Keine Kriegsfabrik in Osnabrück heißt natürlich auch: Keine Produktion von Militär-Amaroks!

Werk forciert nun Kriegsgeräte made by VW

Während mit den allermeisten Beschäftigten nicht über eine Zukunft des Osnabrücker VW-Werks geredet wird, die Debatten sich um eine Rheinmetall-Übernahme der Fabrik oder um eine drohende Werksschließung drehen, bastelt eine kleine Gruppe von Entwickler*innen in Osnabrück an einem neuen Produktvorschlag für die Zukunft: die sogenannten MV.1 (ein Militär-Pick-Up auf Basis des Amarok) und MV.2 (ein Militär-Transporter). Die Fahrzeuge wurden im Osnabrücker Werk unter strenger Geheimhaltung gebaut – nicht einmal die Verantwortlichen für Nutzfahrzeuge in Osnabrück wussten von dem Projekt. Das Problem: MV.1 und MV.2 sind Kriegsgeräte. Es gibt keinen Grund, diese Produkte jetzt mehr abzufeiern als die scheinbar erst mal abgewendeten Rheinmetall-Panzer. Eine starke Kriegsmaschine ist auf Geräte-, Waffen- und Truppentransporter genauso angewiesen wie auf schwere Waffen.
„Deswegen müssen wir als Antimilitarist*innen dieser Entwicklung genauso entschieden entgegentreten wie den Plänen für eine Panzerschmiede.“

Sich der Kriegs-Logik verwehren

Während der Krieg selber unmittelbar Lebensgrundlagen zerstört (Ökosysteme, Leben, Infrastruktur…), verschlingt die Kriegsvorbereitung sowohl die Ressourcen, die für die Sicherung unserer Lebensgrundlagen in der Zukunft entscheidend sind (z.B. Maßnahmen für Umweltschutz) als auch die Werte, die die Kriegstreiber*innen vorgeben, militärisch verteidigen zu wollen (Wohlstand, Sozialstaat, Demokratie(?)). Jeder Amarok, der als Kriegsmaschine entwickelt wird, ist nicht nur eine Investition mit hohen gesellschaftlichen Folgekosten. Durch die Finanzierung von Rüstungsprojekten fast ausschließlich aus Bundesmitteln erodiert der Sozialstaat unter Projekten wie einer Rüstungskonversion von VW, wenn Sozialausgaben gestrichen und stattdessen in doppelter Höhe für militärische Zwecke ausgegeben werden.

Nächster Überraschung-Coup für eine Sozial-ökologisch Wende!

Wann tritt endlich das Projektteam an die Öffentlichkeit, das gerade heimlich einen Kleinbus entwickelt? Der Bedarf ist hoch, nicht nur, aber gerade auch im Osnabrücker Land – Zeit für eine „ergebnisoffene Markterkundung“. Die Nachfrage muss von den Kommunen kommen.

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