Die Jecken steigen der „Friedensstadt“ aufs Dach
Am heutigen Samstag entrollten Antimilitarist*innen um 14:11, pünktlich zu Beginn des Ossensamstags-Umzugs ein großes Banner vom Dach des L&T-Parkhauses. Darauf zu lesen „Osnabrück – Die Waffenschmiede?“ sowie ein großes Bild einer Friedenstaube, die ein Gewehr durchbricht. Unten am Parkhauseingang wurden Plakate aufgestellt und geflyert. Die Aktion wurde nach etwa 20 Minuten polizeilicherseits beendet, die Personen sowie das Banner vom Dach entfernt.
„Osnabrück feiert den Ossensamstag, im Hintergrund wird die Friedensstadt weiter zu einer Waffenschmiede umgebaut.“ so ein Mitglied der Aktionsgruppe. „Die VW-Fabrik mit 2.300 Beschäftigten sowie mit insgesamt 10.000 Arbeitsplätzen drumherum (Zulieferer etc.) steht vor dem aus, immer noch droht eine Rüstungskonversion. Das müssen wir verhindern!“
Auch wenn Gespräche über eine Zukunft des Werks nur hinter verschlossenen Türen, ohne Beteiligung der Stadtbevölkerung oder gar den Beschäftigten, geführt werden, werden aktuell die Weichen gestellt. Betriebsratsvorsitzender Jürgen Placke betonte gestern im Gespräch mit der noz: Um nahtlos auf ein anderes Produkt umsteigen zu können, müssten zeitnah die Vorbereitungen beginnen. Beschäftigte müssten qualifiziert, Produktionsanlagen umgebaut, vielleicht Hallen abgerissen oder umgebaut werden.
Antimilitarist*innen werden sich auch in Zukunft drum kümmern, dass eine Aufrüstung der Stadt nicht reibungslos über die Bühne geht.






