Straßen umbenannt in Osnabrück
Eine massive Militarisierung findet zur Zeit nicht nur in den Fabriken, in den Kasernen und in den Parlamenten, sondern zuallererst in den Köpfen statt. Kriegsrhetorik: „Kriegstüchtigkeit“, „Zeitenwende“ oder noch unverblümtere Aussagen wie „Russland wird immer ein Feind für uns bleiben“ (Johann Wadephul) oder „Der Krieg muss nach Russland getragen werden“ in Verbindung mit hemmungslosen politischen Beschlüssen (Bundeswehr-Sondervermögen, Musterung junger Menschen, Milliardenbestellungen von Kriegsgerät) normalisieren eine Politik der Zerstörung und des Todes.
Um ein Gegenbild zu setzen, wurden als Antimilitaristische Aktion drei Straßen in der Friedensstadt Osnabrück umbenannt:
Der „Vaterlandsweg“ in Widukindland trägt jetzt den Namen „Deserteursstraße“. Diejenigen, die Gehorsam verweigern, die sich dem Krieg entgegenstellen, sind es, denen wir den Rücken stärken wollen, über deren Mut wir uns freuen.
Der „Kanonenweg“ im Schinkel heißt jetzt „Kita-Plätze-Weg“, denn das – und nicht noch mehr Waffen – ist eine Sache, die uns in diesem Lande wirklich fehlt. Wir brauchen eine soziale Politik, die den Menschen und nicht den Rüstungskonzernen und Kriegsverdienern nützt.
Die „Karmannstraße“ in Fledder heißt jetzt „Am Zukunftswerk“. Tatsächlich werden hier in den nächsten Monaten Weichen für die Zukunft gestellt werden. Wird Rheinmetall die Fabrik übernehmen oder gelingt es uns, genug Widerstand dagegen aufzubauen und zivile, zukunftsfähige Perspektiven, die ökologisch und sozial verträglich sind aufzubauen: im Zukunftswerk




